Schwangerschaft

In der Schwangerschaft stellt sich der weibliche Körper mit seinen Funktionen auf den „kleinen Mitbewohner im Bauch“ ein. Manche Körperfunktion fühlt sich anders an als vorher. Die Verdauung kann träger werden. Der Körper bildet ein größeres Blutvolumen aus, damit das Kind mitversorgt, miternährt werden kann. Haut und Haare können sich in Ihrer Beschaffenheit ändern. Die Gewebe dehnen sich, um dem Kind Raum zu geben. Irgendwann zwischen der 20. – 22. Schwangerschaftswoche spüren Sie Ihr Kind, sich im Bauch bewegen: das Leben in Ihrem Bauch wird für Sie fühlbar. Dies sind nur einige Beispiele für die großartigen Veränderungen, die sich im weiblichen Körper im Laufe einer Schwangerschaft entwickeln.
Damit alles normal läuft und eventuelle nicht normale Veränderungen schnell erkannt werden können, wurde in Deutschland in den letzten Jahrzehnten ein gut ausgebildetes, gründliches Vorsorgeprogramm entwickelt, um die werdende Mutter und ihr Kind zu schützen:

Die Mutterschaftsrichtlinien

Dabei wird die Mutter bis zur 30. Schwangerschaftswoche alle vier Wochen untersucht, danach vierzehn-tägig und gegen Ende wöchentlich. Wird der errechnete Termin überschritten, wird alle 2 Tage untersucht bis zum 12. Tag. Danach erfolgt die weitere Betreuung von der Klinik aus.
Bei der Erstuntersuchung nach Feststellung der Schwangerschaft wird eine ausführliche Blutuntersuchung (Blutgruppe, Antikörpersuchtest auf Unverträglichkeiten, Rötelnschutz, Suchtest auf Geschlechtskrankheiten und Suchtest auf AIDS (wenn gewünscht) durchgeführt.
Der Urin wird in den ersten Wochen einmal auf Chlamydien untersucht.
Außerdem wird die Krankenvorgeschichte erhoben.

Regelmäßig werden bei den Untersuchungen
Blutdruck,
Gewicht,
Urin,
Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) und
Gebärmutterstand kontrolliert.

Bei drei Untersuchungen werden Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Ebenso wird einmal in der Schwanger-schaft eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchgeführt.

Mit diesem Vorsorgesystem sind Mutter und Kind im Vergleich zu den meisten anderen Ländern schon überdurchschnittlich gut geschützt. Desweiteren wird ein Blutzucker-Belastungstest durchgeführt, der eine eventuell durch die Schwangerschaft hervorgerufene „Zuckerkrankheit“ (Diabetes mellitus) aufdecken soll.

Weitere Untersuchungen, die über dieses Vorsorgeprogramm hinausgehen, können Sie als individuelle Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen:

Toxoplasmoseuntersuchung
Zusätzliche Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft
Muttermundabstrich auf Streptokokken B
Geburtsvorbereitende Akupunktur

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